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25.08.2006 - 10:29 [ 1839 caran hatiye xwendin ] [ çap bike ]
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Zülch: Divê generalên tirk û PKK xwe ji tawanên şer dûr bixin!

amude.com


Tilman Zülch
DORTMUND (amude.com) - Serokê "Rêxistina ji bo Miletên di bin Gefê de" Tilman Zülch ji siyasetvan û generalên tirk û herweha berpirsên PKK daxwaz dike, ku li dijî tawanên şer ên di nav xwe de derkevin. Ew herweha ji PKK daxwaz dike, ku "metodên nemirovane" ji nav xwe rake û "rêbazên demoqaratîk" bi cî bike. Zülch herweha doza wê yekê dike, ku dadgeheke navneteweyî ya serbixwe mîna ya li Den Haagê berpirsên tirk û yên PKK, ku xwe sucdarî tawanên şer kirine, dadgeh bike. Dostê Kurdan Zülch bi van daxwazan berê xwe da Tirkan û PKK, piştî ku PKK çarşema borî di daxuyaniyekê de ragihand, ku ew amade ye di 1ê îlonê de şer rawestîne. Malpera Amûdê daxuyaniya Tilman Zülch bi zimanê elmanî diweşîne:

* * *

An die Inlandsredaktion
der Zeitung „Yeni Özgür Politika“

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir danken für Ihre Informationen und Ihre Aufforderung uns zum Friedensangebot der PKK an die Türkei vom 23.08.2006 zu äußern. Dieser kommen wir gerne nach. Wir danken Ihnen auch für Ihr Vertrauen. Wir begrüßen, dass die PKK sich um Frieden bemüht und wir denken, dass sie sich auf den Weg demokratischer Auseinandersetzungen begeben will.

Wir haben seit Jahren die Meinung vertreten, dass der militärische Widerstand in der Türkei gegen die Kurden-Verfolgung der türkischen Armee, die seit Ende des zweiten Weltkrieges unaufhörlich fortdauerten und bis heute andauern Widerstand von Seiten der Verfolgten herausfordern mussten. Aber wir haben nie gebilligt, dass ihre Widerstandsbewegung totalitär organisiert und von einem einzigen Führer gesteuert war, der ebenfalls unmenschliche Methoden angewandt hat.

Das Ergebnis dieses Krieges zwischen türkischer Armee und PKK ist schrecklich. Mehr als 3000 Dörfer wurden zerstört, mehr als zwei Millionen kurdische Bauern mussten ihre Heimatdörfer verlassen. Bis heute sind 2000 Kurden als politische Gefangene inhaftiert, obwohl die meisten von ihnen nicht einmal Waffen in die Hand genommen haben.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert von der türkischen Regierung, aber auch von der türkischen Armee, die bis heute die zentrale Macht in der Türkei besitzt, dass sie umgehend die genannten 2000 politischen Gefangenen frei lässt, die 3000 zerstörten Dörfer wieder aufbaut und die Rückkehr der Vertriebenen endlich organisiert. Diese Forderungen sind von Armee, Regierung und Justiz der Türkei umgehend zu erfüllen, unabhängig von einem Friedensangebot der PKK. Denn alle diese kurdischen Opfer müssen als gleichberechtigte Bürger der Türkei behandelt werden. Dazu gehört auch die völlige Gleichberechtigung der Kurdischen mit der Türkischen Sprache in den Schulen und Universitäten, bei allen Behörden, in den Massenmedien und im öffentlichen Leben.

Ein unabhängiges internationales Tribunal soll alle türkischen Politiker und Generäle, sowie alle Funktionäre der PKK, die Kriegsverbrechen begangen haben, zur Verantwortung ziehen. Das Internationale Tribunal in Den Haag, das die Menschenrechtsverletzungen in Bosnien untersucht und ahndet ist ein gutes Beispiel für ein entsprechendes Tribunal für die Türkei und Türkisch-Kurdistan.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker appelliert an die PKK endlich demokratische Strukturen bei sich einzuführen und sich von allen Kriegsverbrechen und den Verbrechen an den eigenen Kadern zu distanzieren und endlich ihre Gremien und ihren Vorsitzenden durch freie und geheime Wahlen zu bestimmen.


Mit freundlichen Grüßen

Tilman Zülch
Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker
 
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destpêk | start: 26.09.2000